Konica will Minolta übernehmen
Konica und Minolta haben einen Plan zu einer Fusion der beiden Gesellschaften bekannt gegeben.
Die japanischen Konzerne Konica und Minolta haben einen Plan zu einer Fusion der beiden Gesellschaften bekannt gegeben. Konica und Minolta wollen eine neue Firma -- die Konica Minolta Holding -- gründen, bis Anfang 2004 soll der Vorgang abgeschlossen sein. Dabei wird Konica die Führungsrolle übernehmen, Konzernchef Fumio Iwai wird CEO der Holding. Das gemeinsame Unternehmen wird einen Umsatz von mehr als einer Billion Yen (rund 8 Milliarden Euro) machen -- das ist allerdings immer noch nur ein Drittel des Umsatzes von Canon, Japans größtem Bürogeräte-Hersteller und auch eindeutig weniger als Fuji Photo Film und Ricoh.
Nicht nur Freude dürfte die Fusion den Mitarbeitern von Konica und Minolta bringen -- mindestens 10 Prozent werden dadurch ihren Arbeitsplatz verlieren. Beobachter gehen davon aus, dass der Zusammenschluss vor allem Konsequenzen für das Kopierer-Geschäft haben werde. Konica Minolta werde mehr Umsatz generieren als Xerox und könne sich schlagkräftiger gegen Konkurrenten wie HP zur Wehr setzen, die in der letzten Zeit klar an Boden gewonnen hatten. Mit der Fusion setzt sich der Konzentrationsprozess auf dem Markt fort. Aber das Gemeinschaftsunternehmen, das einen Marktwert von 3 Billionen Yen (rund 24 Milliarden Euro) hat, wird es hingegen schwer haben, die Dominanz von Canon, Sony und Olympus auf dem Markt für digitale Fotokameras zu brechen. (tol)