Langsame Fahrt rückwärts bei SAP

Der Walldorfer Software-Riese SAP verkürzt insbesondere in den USA seine Personaldecke.

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Von
  • Hans-Peter Schüler

Der Walldorfer Software-Riese SAP verkürzt insbesondere in den USA seine Personaldecke. Während weltweit die Zahl der SAP-Mitarbeiter von Juli bis September um etwa 1,5 Prozent auf 28 900 abnahm, scheint US-Chef Bill McDermott ein schärferes Tempo zur Senkung von Personalkosten einzuschlagen.

Über den Jahreswechsel hat SAP USA etwa 1000 Mitarbeiter in den Zwangsurlaub geschickt, und 44 Gehaltsempfänger müssen auf Dauer Platz für Nachfolger machen, weil sie nicht die erwartete Leistung gebracht haben. Nach Informationen der Financial Times Deutschland trägt die von McDermott initiierte Neuausrichtung des Vertriebs außerdem zu 130 Stellenstreichungen bei -- immerhin etwa drei Prozent der amerikanischen Gesamt-Belegschaft. McDermott ist bereits der fünfte Chef bei SAPs US-amerikanischem Sorgenkind, da kann der entschlossene Personalabbau als erste Amtshandlung nicht besonders überraschen.

Trotz der spürbaren Kürzungen schrumpft SAP allerdings auch in den USA langsamer als einige Mitbewerber, etwa der CRM-Spezialist Siebel. Dieses Unternehmen, übrigens der vorherige Arbeitgeber McDermotts, hat erst im Juni jeden sechsten Mitarbeiter an die Luft gesetzt und plant laut Agenturmeldungen Hunderte weiterer Entlassungen fürs laufende Quartal. (hps)