Nahtloser Grenzübertritt für T-Mobile-Kunden

T-Mobile-Kunden können nun die niederländische Grenze queren, ohne dass eine bestehende Mobilfunkverbindung abreißt.

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Von
  • Dusan Zivadinovic

T-Mobile hat als erster deutscher Netzbetreiber ein nahtloses Handover verwirklicht -- T-Mobile-Kunden können nun die niederländische Grenze queren, ohne dass eine bestehende Mobilfunkverbindung abreißt. Den Service gibt es bisher aber nur mit der niederländischen T-Mobile-Tochter Ben, die ihren Kunden denselben Dienst in umgekehrter Richtung bereitstellt.

Bislang wurden Handy-Gespräche beim Grenzverkehr unterbrochen, sobald man den Deckungsbereich des Heimnetzes verließ. An manchen Stellen überlappen die Fremdnetze auch über Grenzlinien hinweg, sodass die Abrisse erst deutlich innerhalb des fremden Territoriums auftreten. Dann buchen sich die Handys zwar automatisch in ein ausländisches Netz ein, doch muss man den Gesprächspartner dann noch einmal anrufen -- zu teuren Roaming-Konditionen des jeweiligen Fremdnetzes.

Bei dem nahtlosen Handover von T-Mobile soll nun nicht nur die Verbindung bestehen bleiben, auch der zuletzt im T-Mobile-Netz gültige Tarif wird bis zum Ende des laufenden Gesprächs für die Abrechnung veranschlagt. Das gilt allerdings auch für Grenzübertritte in umgekehrter Richtung: Beginnt man als T-Mobile-Kunde im Ben-Netz ein Roaming-Gespräch, gilt der teurere Tarif bis zum Ende der Verbindung -- auch wenn es zwischenzeitlich wieder die T-Mobile-Basisstationen übernommen haben. Im Roaming-Netz begonnene Gespräche schlagen natürlich weiterhin mit den üblichen Roaming-Gebühren zu Buche.

T-Mobile hat mit der Handover-Technik zu einem Fremdnetz bereits mit O2 Erfahrungen gesammelt; O2-Kunden können in ländlichen Gebieten, in denen die Netzdeckung ihres Heimnetzes niedrig ist, seit März 2000 nahtlos in das hiesige T-Mobile-Netz wechseln, wenn keine O2-Basisstation zu "hören" ist. (dz)