MobilCom-Gründer Schmid kündigt Treuhändervertrag

Gerhard Schmid hat den Treuhändervertrag für seine Aktien einseitig zum Jahresende 2002 gekündigt. Dadurch ist laut einem Zeitungsbericht die Sanierung von MobilCom gefährdet.

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MobilCom-Gründer Gerhard Schmid hat nach einem Pressebericht den Treuhändervertrag für seine Aktien einseitig zum Jahresende 2002 gekündigt. Dadurch sei der Sanierungsplan für die angeschlagene MobilCom AG (Büdelsdorf) wieder gefährdet, berichtet das Handelsblatt. Eine Sprecherin von Schmid wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren. "Wir werden uns am Donnerstagvormittag dazu äußern", sagte sie der Zeitung. Bei MobilCom war niemand erreichbar. In dem Bericht heißt es auch, es sei unklar, ob die einseitige Kündigung des Treuhandvertrags rechtlich wirksam ist.

Schmid hatte auf Druck von France Telecom sein Aktienpaket an den ehemaligen RTL-Chef Helmut Thoma übergeben und damit seinen direkten Einfluss auf MobilCom verloren. Der Pariser Konzern hatte dies zur Vorbedingung für die Übernahme der Milliarden-Schulden von MobilCom gemacht. Thoma kann laut dem Einigungsvertrag MobilCom-Aktien verkaufen, um Ansprüche von MobilCom zu befriedigen. Die Gesellschaft fordert im Zusammenhang mit einem umstrittenen Aktienoptionsprogramm 71 Millionen Euro von Schmid. Sollte die Summe nicht bis Ende März überwiesen werden, könnte Thoma Teile des von ihm verwalteten Anteils zur Begleichung der Schulden veräußern, so die Zeitung. (anw)