Netflix gründet Entwicklerstudio und führt Gamer-Tags ein
Netflix intensiviert sein Bemühen um den Spielemarkt: In Finnland gründet der Streaming-Dienst ein eigenes Entwicklerstudio, außerdem gibt es jetzt Gamer-Tags.
(Bild: Netflix)
Netflix baut seine Präsenz auf dem Spielemarkt weiter aus. In Helsinki will der Streamingdienst ein eigenes Entwicklerstudio aus dem Boden stampfen. Dort sollen "Weltklasse"-Spiele entstehen, verspricht Netflix – ohne Werbung und In-App-Käufe. Die Spiele sollen auf Netflix Games, dem Gaming-Abteil des Netflix-Abos, verfügbar gemacht werden.
Für Spielerinnen und Spieler führt Netflix nun auch die Möglichkeit ein, sich Gamer-Tags zu sichern. Gemeint sind Pseudonyme, mit denen User beispielsweise in Online-Spielen gegeneinander antreten können. Netflix bezeichnet diesen Namen als "Alias", er wird beim Zocken anstelle des Account-Namens angezeigt.
Der Spielername lässt sich in der Mobil-App von Netflix festlegen, sobald man ein Spiel mit Multiplayer-Funktionen öffnet. Wer etwa "Into the Breach" startet, kann bei der Profilauswahl ein Alias erstellen. Bei "Rival Pirates" oder "Lucky Luna" wird man sogar aktiv zum Eintippen eines Gamer-Tags aufgefordert.
Netflix Games soll wachsen
Netflix Games ergänzt bislang das klassische Netflix-Abo mit Filmen und Serien: Das Angebot ist im Standardabo von Netflix enthalten und kann nicht separat gebucht werden. Es richtet sich vorrangig an Mobilgeräte, bei den inkludierten Spielen handelt es sich um Mobile Games. Sie werden lokal auf dem Handy oder Tablet ausgeführt.
Netflix sieht in Videospielen die Möglichkeit, mehr User zu erreichen. Dafür nimmt das Unternehmen Geld in die Hand: Unter anderem hat es die einstmaligen Indie-Entwicklerstudios Next Games ("Stranger Things: Puzzle Quest") und Night School Studio ("Oxenfree") gekauft. Für Next Games zahlte Netflix 65 Millionen Euro.
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Bei seinen Abonnentinnen und Abonnenten hat das Spieleangebot von Netflix derweil noch einen schwierigen Stand: Laut der Datenplattform Apptopia werden die Spiele von Netflix durchschnittlich nur 1,7 Millionen Mal pro Tag genutzt – von einem Bruchteil der 221 Millionen Netflix-Abonnenten weltweit.
(dahe)