CES: Sony plädiert für Linux als Betriebssystem für Heim-Netzwerke
Für Sonys COO Kunitake Ando ist Linux die ideale Basis für jedes Gerät in diesem Bereich, zum Beispiel für die jetzt vorgestellte Settop-Box Cocoon.
Bei der Präsentation der CoCoon-Settop-Box mit Linux-OS unterstrich Sonys COO Kunitake Ando deutlich die Bedeutung des Betriebssystems für Heimnetzwerke. Nach seiner Ansicht stellt es die ideale Basis jedes Gerät in diesem Bereich dar.
CoCoon steht für Connected Community Network -- Sonys erklärtem Ziel, eine interaktive Nutzer-Gemeinschaft auf Breitband-Basis zu ermöglichen, bei dem jeder User wiederum über ein Heim-Netzwerk verfügt, dessen Zentrum das Fernsehgerät ist.
Beim ersten CoCoon-Gerät soll es sich um besagte Settop-Box mit Linux-OS und Breitbandanschluß handeln, die über eine Internet-Verbindung Inhalte aus dem Internet bezieht und dabei "auf die persönlichen Bedürfnisse des Kunden abgestimmt werden kann". Die Settop-Box soll über eine Auto-Update-Funktion verfügen und sich zudem via PC und Mobiltelefon vom Nutzer programmieren lassen.
Bei dem schließlich gezeigten Gerät handelte es sich um eine silberne Box im Slim-Line-HiFi-Design. Darüber hinaus erhielten die Zuhörer jedoch nur wenige Informationen. So blieb unklar, ob die Box über eine eigene Festplatte verfügt -- zumal ein Sony-Mitarbeiter nach eigenen Angaben einen Film von einer "virtuellen Harddisk" abspielte.
Das Gerät unterstützt dabei nach Angaben von Ando auch einen "neuen Codec", den Sonys Joint Video Team entwickelt habe. Um zu demonstrieren, welche Bild- und Tonqualität dieser ermöglicht, ließ Sony COO über die Settop-Box das Musikvideo In The Morning des Pop-Gospel-Duos Mary Mary abspielen, das anschließend live auf der Bühne von der Vorzügen der Sony-Technik schwärmte. In die Lobeshymne könnten auch die Rechteinhaber einstimmen, weil der Codec im Gegensatz zu Linux nicht frei verfügbar sein soll. (nij)