Mobilfunkunternehmen protestieren gegen hohe GeldbuĂźen
Alle fünf Mobilfunkunternehmen in den Niederlanden, die nach einer Entscheidung der Kartellbehörde NMa wegen unerlaubter Preisabsprachen Geldbußen von zusammen 88 Millionen Euro zahlen sollen, haben jetzt Einspruch eingelegt.
Alle fünf Mobilfunkunternehmen in den Niederlanden, die nach einer Entscheidung der Kartellbehörde NMa in Den Haag wegen unerlaubter Preisabsprachen Geldbußen von zusammen 88 Millionen Euro zahlen sollen, haben jetzt Einspruch eingelegt. Die Behörde hatte bei Verhängung der Bußgelder im Dezember auf ein Treffen von Vertretern der fünf Unternehmen vom Juni 2001 verwiesen. Dabei seien Vergütungen an Firmen vereinbart worden, die Telefonabonnements für Handys verkauften.
Die aus der niederländischen Postverwaltung entstandene KPN, die als Marktführer mit der höchsten Buße (31 Millionen Euro) belegt worden war, und das zur Deutschen Telekom gehörende Unternehmen Ben (15,2 Millionen Euro Buße) hatten sofort protestiert. Sie räumten ein, dass es das Treffen gegeben habe. Sie bezeichneten die Bußen aber als übertrieben hoch. Die britische Gesellschaft Vodafone (24 Millionen Euro Buße), Dutchtone von France Telekom (11,5 Millionen Euro Buße) und O2 (6 Millionen Euro Buße) schlossen sich am Freitag dem Protest an. (dpa) / (anw)