Xcalibyte Roma: Erstes RISC-V-Notebook zu Wucherpreisen bestellbar
RISC-V-Architektur statt ARM oder x86: Wer von unterwegs mit dem Roma-Notebook programmieren möchte, muss tief in die Taschen greifen.
(Bild: Xcalibyte)
Die chinesische Firma Xcalibyte will noch im laufenden Jahr die ersten 100 Exemplare des Roma-Notebooks ausliefern. Roma ist das erste Modell mit einem RISC-V-Prozessor, angepriesen zur RISC-V-Entwicklung von unterwegs. Im ersten Quartal 2023 will Xcalibyte die Produktion hochfahren – allerdings bleibt sie mit geplanten 1000 Stück auch dann noch auf einem niedrigen Niveau.
Als Herzstück dient die Alibaba-CPU T-Head TH1520 mit vier CPU-Kernen vom Typ Xuantie C910, die eine Taktfrequenz von 2,5 GHz erreichen. Die Leistung dürfte auf dem Niveau älterer Smartphones liegen, soll aber für gängige Office-Programme reichen. Eine winzige, integrierte Neural Processing Unit (NPU) führt neuronale Netze aus. Da die Alibaba-CPU selbst keine GPU hat, übernimmt ein nicht weiter benannter Grafikchip von Imagination Technologies die Bildausgabe. 16 GByte LPDDR4X-4266-RAM und eine 256 GByte große SSD begleiten die CPU und GPU. Auf der SSD ist Alibabas Linux-Betriebssystem OpenAnolis vorinstalliert.
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Wenige AnschlĂĽsse
Anschlussseitig ist das Roma spartanisch aufgestellt. Mit dabei sind zweimal USB 3.2 Gen 1 (5 Gbps, frĂĽher USB 3.0 genannt) in Form von Typ-A-Ports, ein Typ-C-Anschluss ausschlieĂźlich zum Aufladen des Akkus, einmal HDMI (vermutlich 1.4), ein Ethernet-Port und Wi-Fi 5. Zum Display gibt Xcalibyte lediglich an, dass es 14,1 Zoll groĂź ist und 1920Â Ă— 1080 Pixel (Full HD) darstellt. Das gesamte Notebook wiegt rund 1,7 kg und misst zugeklappt an der dicksten Stelle 20 mm.
Interessierte können das Roma über den Alibaba-Marktplatz vorbestellen, müssen dann aber mit einer QWERTY-Tastatur vorliebnehmen – dank ISO-Layout kann man sich aber ein deutsches Layout auf die Tastatur legen. Dieses Jahr verschickt der Hersteller lediglich Premium-Vorbestellungen für sage und schreibe 5065 Euro. In den Premium-Paketen sind Dreingaben wie RISC-V-basierte Peripherie und eine umfangreiche Garantie samt kostenloser CPU-Upgrades enthalten.
Selbst die 1520 Euro fĂĽr das Basismodell sind fĂĽr ein Notebook dieser Ausstattungs- und Leistungsklasse jedoch stark ĂĽberteuert.
(mma)