Strato nennt Einzelheiten zu neuem Satelliten-Angebot
Ab April will Strato mit einer neuen Technik die Kosten fĂĽr den RĂĽckkanal bei der Nutzung von Internet via Satellit deutlich drĂĽcken.
Der Internet-Dienstleister Strato hat erstmals Details genannt, wie sich die vom Unternehmen propagierte Koppel-Puls-Technik auf die Kosten fĂĽr den SkyDSL-Dienst auswirken wird. Vom Konzept her ist die Technik auf die Betrachtung von HTML-Seiten mit einem Browser optimiert. Ruft der Kunde eine Seite auf, baut das System nur kurz eine Verbindung per ISDN auf und ĂĽbergibt die angeforderte Seite. Die Verbindung wird anschlieĂźend sofort wieder abgebaut und die Seite ĂĽber die Satellitenstrecke ĂĽbertragen.
Je nach Tarif hat der Kunde eine bestimmte Anzahl monatlicher Frei-Seiten, die sich auf diesem Wege ohne zusätzliche Telefonkosten abrufen lassen. Vom Pauschaltarif nicht erfasst sind aber Daten, die hochgeladen werden, beispielsweise zu versendende E-Mails. Bislang ist offensichtlich noch nicht festgelegt, wie solche Zugriffe abgerechnet werden sollen. Strato-Nutzer müssen also in Zukunft nicht mehr auf die Online-Zeiten achten, sondern darauf, wie viele Seiten sie laden und wie groß diese sind, denn das Datenvolumen ist in den Tarifen skyDSL_A und skyDSL_S ebenfalls begrenzt. Über das Freivolumen hinausgehende Datenmengen sollen künftig deutlich teurer werden, der Megabyte-Preis steigt von 0,5 auf 2 Cent. Zumindest ein Teil der Ersparnis für den Rückkanal dürfte damit wieder wettgemacht werden.
Um die Koppel-Puls-Technik nutzen zu können, muss der Kunde die entsprechende Zugangs-Software nutzen. Die maximale Download-Bandbreite gibt Strato mit 16 MBit/s an -- mit gängigen PCs und Browsern dürfte der tatsächliche Geschwindigkeitsgewinn gegenüber einer DSL-Leitung aber kaum ins Gewicht fallen. Die neuen Tarife und die Zugangssoftware sind voraussichtlich ab 1. April verfügbar. (uma)