Intel schöpft Hoffnung
Nach einem guten Schlussquartal 2002 hofft Prozessor-Hersteller Intel auf eine weitere Belebung des Marktes.
Nach einem guten Schlussquartal 2002 hofft Prozessor-Hersteller Intel auf eine weitere Belebung des Marktes. "Von einer Wende möchte ich zwar noch nicht sprechen. Es ist zumindest aber ein Trend in die richtige Richtung", sagte Jürgen Thiel, Deutschland-Chef von Intel am Mittwoch in München. Der US- Konzern hatte am Vorabend die Erwartungen der Analysten bei Gewinn und Umsatz im letzten Quartal 2002 übertroffen.
Nicht nur der private Verbrauch beim Weihnachtsgeschäft habe zu dem Ergebnis beigetragen, auch Unternehmen investierten wieder, sagte Thiel. Intel hatte im vierten Quartal 2002 eine Milliarde US-Dollar (rund 952 Mio. Euro) Gewinn gemacht, das ist eine Steigerung von 108 Prozent zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Zuversichtlich stimmt Thiel, dass sowohl kleine wie auch große Unternehmen vermehrt zu den Kunden zählten. "Das ist das erste Mal nach vielen Quartalen, dass wir hier einen positiven Trend sehen", sagte Thiel. Viele Firmen hätten Nachholbedarf und arbeiteten teilweise mit veralteter Technik, die nicht den heutigen Standards entspräche.
Neben höheren Durchschnittspreisen für Computer- und Server-Chips führt Thiel das gute Geschäftsergebnis auf eine verbesserte Produktion zurück. "Das macht sich vor allem beim Gewinn bemerkbar", sagte Thiel. Eine Umstellung in den Fabriken habe den Stückpreis eines Chips um etwa 30 Prozent gesenkt.
Die Investitionen des laufenden Jahres sollen die Herstellung weiter verbessern. "Die Folgeinvestitionen werden jedoch deutlich kleiner werden", sagte Thiel. Mit dem geringeren Kapitaleinsatz könne Intel weiter die Produktion verbessern. Der Chip-Hersteller hatte im vergangen Jahr 4,7 Milliarden US-Dollar investiert, 2003 sollen es 3,5 bis 3,9 Milliarden Dollar sein.
Eine weitere Forcierung des Stellenabbaus steht bei Intel nach Angaben von Thiel nicht auf der Agenda. "Wir haben in den letzten zwei Jahren mehr als 10.000 Arbeitsplätze abgebaut", sagte Thiel. Neben der üblichen Fluktuation sei es auch zu Entlassungen gekommen. Ein weitere Mitarbeiterreduzierung über das natürliche Ausscheiden von Beschäftigten hinaus sei nicht geplant. (dpa)/ (tol)