Ascaron-Grafiker auf Jobsuche

Die deutsche Spieleschmiede hat alle Grafiker und freie Mitarbeiter vor die TĂĽr gesetzt.

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Von
  • David Adamczewski

Die Zeichen beim Gütersloher Spieleentwickler Ascaron stehen auf Sturm. Um die Liquidität des Unternehmens sicherzustellen, hat die Geschäftsleitung sowohl der Grafikabteilung als auch die Verträge aller freien Mitarbeiter gekündigt. Die Gesamtausrichtung der Firma soll zudem überprüft werden. Die Entlassung der 16 Grafiker habe jedoch keine Auswirkung auf kommende Spiele, sagte Bernd Almstedt, verantwortlich für das Marketing beim mittelständischen Unternehmen, gegenüber heise online. Vielmehr werde man jetzt verstärkt mit externen Kräften zusammenarbeiten, die bisher bereits viele der Renderings und Videosequenzen beigesteuert haben.

Der Grund für diesen radikalen Schritt liegt laut Almstedt vor allem in der schwachen Nachfrage nach der Fußball-Simulation Anstoss 4. "Die geschätzten Verkaufszahlen mit bisher 55.000 bis 60.000 Spielen sind stark hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben", sagte Almstedt. Zum Vergleich: Im gleichen Vorjahreszeitraum konnte Ascaron 120.000 Stück des erfolgreichen Vorgängers verkaufen.

Im Sande verlief derweil der Versuch, gegen eine Behauptung EAs vorzugehen, wonach der Konkurrent ein Gerichtsverfahren gewonnen und Ascaron daraufhin die umstrittenen Spielerdaten habe entfernen müssen. Offenbar wollte EA keine Unterlassungserklärung abgeben und Ascaron keine gerichtliche Auseinandersetzung riskieren. (daa)