GeldKarte mit elektronischer Signatur
Gemplus erhielt als erster Anbieter für eine Chipkarte zusätzlich zur ZKA-Zulassung als GeldKarte auch eine Zertifizierung nach Signaturgesetz.
Gemplus erhielt als erster Anbieter von SmartCard-Lösungen zusätzlich zur Zulassung des Zentralen Kreditausschusses (ZKA) auch eine Zertifizierung nach dem Signaturgesetz. Damit ist die Kombination von GeldKarte und qualifizierter Signatur möglich. Diese Signaturen sind der handschriftlichen Unterschrift rechtlich weitgehend gleichgestellt. Die Lösung besteht aus dem GeldKarte-Betriebssystem SECCOS (SEcure Chip Card Operating System) und einem Chip von Infineon Technologies (Typ SLE66CX322P).
Der ZKA hatte im August das unter anderem um Signaturfunktionen erweiterte SECCOS für den Einsatz auf der GeldKarte zugelassen. Nun hat die TÜV Informationstechnik GmbH das System von Gemplus zusätzlich nach dem Common-Criteria-Standard (CC) gemäß den Anforderungen der Sicherheitsklasse EAL4+ zertifiziert. Damit sind die Anforderungen für eine qualifizierte Signatur erfüllt, die das Signaturgesetz und die Signaturverordnung vorgeben.
Nach Angaben von Gemplus will die deutsche Kreditwirtschaft ab Herbst 2003 die Typ-1-GeldKarten schrittweise durch Multifunktionskarten mit SECCOS ersetzen. Das System unterstützt weitere Anwendungen wie den HBCI-Standard (Home Banking Computer Interface) und internationale Maestro-Transaktionen in der höchsten Sicherheitsstufe. Außerdem genügt es der EMV-Spezifikation von Europay, Mastercard und Visa, die Voraussetzung für den möglichen Einsatz auf Kreditkarten. (ad)