Google ändert nach Millionenstrafe Bezahlpraxis in Indien
Wenige Tage nach einer hohen Strafe ändert Google Regeln für App-Entwickler in Indien. Die müssen sich dort nicht mehr auf Googles Bezahlsystem beschränken.
(Bild: Arthur_Shevtsov/Shutterstock.com)
Nach einer Millionenstrafe der Wettbewerbskommission in Indien hat die Google-Konzernmutter Alphabet ihre Bezahlregeln in dem Land geändert. Bis auf weiteres müssen App-Entwickler dort nicht mehr das Bezahlsystem von Google für Nutzertransaktionen verwenden. Dies teilte der Konzern am Dienstag mit und betonte gleichzeitig, dass die neue Regel nur in Indien gelten. Alphabet will auch seine rechtlichen Optionen prüfen.
Hohes Bußgeld verhängt
Die indische Wettbewerbskommission hatte in der vergangenen Woche ein Bußgeld in Höhe von 9,36 Milliarden Rupien (115 Millionen Euro) verhängt. Sie warf dem Unternehmen vor, die dominante Rolle des Play Store missbraucht zu haben, indem es Entwickler zwinge, das Bezahlsystem von Google für App-Käufe und Käufe innerhalb von Apps zu verwenden. Die Wettbewerbshüter wiesen Google an, den Entwicklern von Apps die Verwendung jeglicher Bezahlsysteme im Play Store zu erlauben.
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Kurz davor hatte die Wettbewerbskommission Indiens bereits ein Bußgeld von umgerechnet 165 Millionen Euro gegen Alphabet verhängt. Der Grund: Google soll sein Betriebssystem Android missbraucht haben, um sein Hauptgeschäft der Online-Suche zu stärken.
Indien ist als bald offiziell bevölkerungsreichstes Land der Welt ein interessanter Wachstumsmarkt für Google und andere Silicon-Valley-Firmen. Android-Handys sind in Indien sehr beliebt.
(mho)