Lang, lichtstark, teuer: Neues 600mm/f4,0-Tele für Action- und Sportfotografen
Für Nikons Z-Modelle gibt es nun das lang vermisste lange 600er-Teleobjektiv samt eingebautem Telekonverter. Der Preis ist heftig.
Das 600mm-Nikkor an einer Z9.
(Bild: Nikon)
Als wohl letzte Neuvorstellung des Jahres 2022 hat Nikon sein Teleobjektiv Nikkor Z 600 mm 1:4 TC VR S angekündigt (aktuelle Preise, siehe Ende des Artikels). Bisher gab es für die spiegellosen Z-Nikons zwar schon Festbrennweiten mit 400 und 800 Millimetern Brennweite, dann aber nur mit einer Anfangsblendenöffnung von 4,5 oder 6,3. Das neue 600-Millimeter-Objektiv mit f/4,0 bietet aber die Lichtstärke und damit kurzen Verschlusszeiten, die für professionelle Fotografie von Natur, Sport, Konzert oder anderen actionlastigen Veranstaltungen nötig ist.
Wie in dieser Klasse üblich gibt es auch einen fest eingebauten und in den Strahlenweg einklappbaren Telekonverter mit einem Vergrößerungsfaktor von 1,4, was dann 840 Millimeter Brennweite ergibt. Die größte Blende reduziert sich dabei auf 5,6, was dann aber immer noch über dem bisherigen 800mm-Nikkor liegt. Die Naheinstellgrenze von 4,3 Metern reduziert sich mit dem Konverter nicht.
Leichter und kompakter
Fokussiert wird über einen neuen Motor für den sich das Marketing den Namen " Silky Swift Voice Coil Motor" (SSVCM) ausgedacht hat. Dabei soll es sich um eine Neukonstruktion handeln, die schneller arbeitet. Mit dem bewährten Schwingspulenmotor (VCM) ist dagegen der Bildstabilisator versehen, der fünf Blendenstufen mehr ermöglichen soll. An Kameras, die über die Funktion Synchro-VR verfügen, sind 5,5 Stufen drin. Nikon weist darauf hin, dass für den Betrieb des Objektivs die jeweils neueste Firmware des Bodies installiert sein muss. Für das Flaggschiff Z9 erschien erst kürzlich das umfangreiche Update 3.0.
Die hohe Lichtstärke bedingt eine komplexe Konstruktion. Die Optik besteht aus 26 Linsen in 20 Gruppen, allein sieben Glasscheiben machen den Telekonverter aus. Die Frontlinse verfügt über eine Fluorbeschichtung, sodass sich Schmutz und Feuchtigkeit leicht abwischen lassen. Das gesamte Objektiv ist gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet. Das alles bringt auch ein Gewicht von 3,26 Kilogramm mit sich, mit 43,7 Zentimetern Länge ohne Gegenlichtblende passt das Nikkor aber noch ins Handgepäck.
Verfügbar sein soll das Objektiv ab Ende November 2022, die UVP liegt bei 17.249 Euro. Zum Vergleich: Das Nikkor 600mm/f 4,0 für das F-Bajonett von digitalen Spiegelreflexkameras, das bereits 2015 erschien, hat eine UVP von nur 14.749 Euro und ist aktuell schon unter 13.000 Euro zu haben. Es verfügt aber unter anderem nicht über einen eingebauten Telekonverter und wiegt über 3,8 Kilogramm.
Empfohlener redaktioneller Inhalt
Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
(keh)