Britische Mobilfunker müssen Gebühren senken
Die britischen Wettbewerbsbehörden verordnen den vier großen Mobilfunkgesellschaften des Landes Preissenkungen von bis zu 30 Prozent.
Die britischen Wettbewerbsbehörden haben den vier großen Mobilfunkgesellschaften des Landes Preissenkungen von bis zu 30 Prozent vorgeschrieben. Nach einer einjährigen Untersuchung kamen die Behörden am Mittwoch zu dem Schluss, dass die Gebühren zum Teil völlig überteuert seien, vor allem wenn Handys anderer Anbieter oder Festnetz-Geräte angerufen würden. Vodafone, Orange, O2 und T-Mobile müssen nun ihre Gebühren zunächst um 15 Prozent, binnen drei Jahren möglicherweise um 30 Prozent senken. Die dpa zitiert Angaben der Wettbewerbshüter, nach denen die Kunden dadurch jährlich über 30 Millionen Euro sparen könnten.
Vodafone will diese Entscheidung unterdessen anfechten. Diese sei "grundsätzlich falsch" -- die 49 Millionen Mobilfunknutzer in Großbritannien müssten dadurch letztlich vielleicht sogar mehr zahlen, heißt es in einer Mitteilung. Die Behörden hätten die Kosten für den Betrieb eines Mobilfunknetzes deutlich unterschätzt. Die Telefonrechnungen der Mobilfunknutzer seien außerdem in den vergangenen fünf Jahren bereits um 70 Prozent gesunken. Nach Informationen der dpa denkt auch Orange -- eine Tochter von France Telecom -- darüber nach, die Entscheidung anzufechten. (tol)