TelecomausrĂĽster Corning und JDS Uniphase mit Verlusten
Glasfaser-Hersteller Corning will in diesem Jahr in die Gewinnzone zurückkehren. Bei JDS Uniphase sieht man eine "Stabilisierung der Telekommunikationsmärkte".
Die großen nordamerikanischen Telecomausrüster Corning und JDS Uniphase haben wie Nortel Networks im vergangenen Quartal erneut Verluste erlitten. Corning, der weltgrößte Hersteller von Glasfaserkabeln und stark vertreten im Markt der Komponenten für optische Netze, hat im Schlussquartal 2002 einen Verlust von 709 Millionen Dollar oder 60 US-Cents je Aktie verbucht gegenüber einem Verlust von 656 Millionen US-Dollar oder 69 US-Cents im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Quartalsumsatz fiel von 917 Millionen auf 736 Millionen US-Dollar.
Es gab Sonderkosten von insgesamt 1,46 Milliarden US-Dollar, unter anderem durch Restrukturierungskosten von 652 Millionen US-Dollar vor Steuern. Sie spiegelten neben anderen Belastungen die Kosten für die Schließung von Faseroptik-Fabriken in Deutschland und Australien und für die vorläufige Stilllegung eines US-Betriebs wider.
Cornings Jahresumsatz halbierte sich fast, nämlich von 6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2001 auf nunmehr 3,2 Milliarden US-Dollar. Der Jahresverlust betrug 1,3 Milliarden US-Dollar oder 1,39 US-Dollar je Aktie gegenüber 5,5 Milliarden US-Dollar oder 5,89 US-Dollar je Aktie vor einem Jahr. Finanzchef James B. Flaw sprach von einem "schwierigen und enttäuschenden Jahr". Sein Unternehmen will in diesem Jahr aber in die Gewinnzone zurückkehren.
Der Chef voj JDS Uniphase, Jozef Straus, sieht "Zeichen einer Stabilisierung in unseren Telekommunikationsmärkten". Allerdings hat der weltgrößte Anbieter von faseroptischen Teilen für Telekomausrüster einen weiteren Umsatzeinbruch und hohe Verluste verbucht. Weitere Entlassungen und Sparmaßnahmen sollen zur Konsolidierung beitragen.
Der Umsatz schrumpfte im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres, das am 30. Juni endet, von 286 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal des Vorjahres auf 157 Millionen US-Dollar. In dem am 31. Dezember beendeten Quartalsabschnitt fiel ein Verlust von 215 Millionen US-Dollar oder 15 Cent je Aktie an gegenüber 521 Millionen US-Dollar oder 37 US-Cent je Aktie vor einem Jahr. Der Halbjahresumsatz sank von 614,7 Millionen auf 349,6 Millionen US-Dollar; der Halbjahresverlust reduzierte sich vom 3,4 Milliarden auf 735,4 Millionen US-Dollar. (anw)