Eutelsat-Kaufverhandlungen abgebrochen
Die US-Unternehmen Intelsat und PanAmSat wollen die Übernahmeverhandlungen für den Satelliten-Betreiber Eutelsat nicht fortsetzen.
Die US-Unternehmen Intelsat und PanAmSat wollen die Übernahmeverhandlungen für den Satelliten-Betreiber Eutelsat nicht fortsetzen. Das berichtet das Wall Street Journal heute unter Berufung auf informierte Kreise. Die US-Konzerne führten als Grund an, sie könnten die Bücher von Eutelsat nicht untersuchen. Sie sahen sich nach Angaben der Zeitung auch der zunehmenden politischen Opposition der französischen Regierung ausgesetzt, die gegen einen Verkauf des Satellitendienst-Betreibers an einen nicht-europäischen Bieter sei. Die Firmen nahmen keine Stellung.
Eutelsat zählt zu den größten globalen Satellitenfirmen. Der Kaufpreis könnte bei rund 3 Milliarden US-Dollar (2,8 Milliarden Euro) liegen. Eutelsat hat nach Angaben der Zeitung die viertgrößte Satelliten-Flotte der Welt. Das Unternehmen macht einen Umsatz von 697 Millionen US-Dollar und deckt wichtige Märkte in Europa, im Nahen Osten und anderen Regionen ab.
Das Unternehmen war 1977 vorwiegend von öffentlichen Unternehmen gegründet und Mitte 2001 privatisiert worden. Die Deutsche Telekom hat ihre Beteiligung an dem Satellitenbetreiber Eutelsat für 210 Millionen Euro bereits verkauft. Nach Medienberichten wollen sich nun weitere große Anteilseigner wie France Telecom als größter Einzelaktionär mit 23,1 Prozent, aber auch Telecom Italia, oder British Telecom von ihren Anteilen trennen. (wst)