VIA fördert Highend-Sound auf dem PC

Der taiwanische Chipsatz- und Chiphersteller hat die True24-Initiative ins Leben gerufen, die fĂĽr Highend-Sound auf dem Rechner sorgen soll.

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Der taiwanische Chipsatz- und Chiphersteller VIA Technologies hat die True24-Initiative ins Leben gerufen, die für "True HiFi Sound" auf PCs sorgen soll. Wie der Name andeutet, dreht sich dabei alles um Audiomaterial mit 24-Bit-Auflösung. Alle künftigen PCs sollen dies abspielen können, um auf diese Weise in Konkurrenz mit Consumer-Electronic-Lösungen zu treten.

Analysten äußerten sich gegenüber der US-Presse bereits positiv zu VIAs Plänen: Schließlich sei man nach dem Zeitalter der CD, die zwei Kanäle mit einer Auflösung von 16 Bit und einer Samplingfrequenz von 44,1 kHz geliefert habe, nun bei neuen Standards wie DVD-Audio angelangt. Daher sehe er eine steigende Nachfrage nach der analogen Ausgabe von 24-Bit/96-kHz-Sound auf sechs Kanäle, meinte etwa Joe Peddie von Joe Peddie Research, was entsprechend hochwertige Audio-Prozessoren voraussetze.

VIA wird sicher auch nichts dagegen haben, wenn möglichst viele PC-Benutzer bei einem Wechsel der Soundkarte oder des Mainboards zu einem Modell mit einem Audio-Controller aus VIAs eigener Envy24-Serie greifen. Den Envy24HT verwendet beispielsweise bereits Terratec in seinen Aureon- und M-Audio in seinen Revolution-Soundkarten. Der Mitte Dezember vorgestellte Envy24PT ist als Onboard-Soundchip konzipiert und kommt zunächst auf VIAs eigenen P4PB-Boards zum Einsatz.

Richard Brown, Marketing-Chef bei VIA Technologies, stimmt demgemäß in den Lobgesang über 24-Bit-Auflösung ein: Die True24-Initiative werde exzellent das Ziel des Unternehmens unterstützen, den PC zur Home-Entertainment-Zentrale zu machen. Zudem gebe es VIA die Möglichkeit, eine führende Rolle bei der Aufklärung der Konsumenten über die Audio-Möglichkeiten in diesem Bereich einzunehmen.

Bleibt allerdings die Frage, wie weit diese Aufklärung gehen wird. So ist zu bezweifeln, dass VIA den Konsumenten mitteilt, dass bislang auch im HiFi-Bereich der große 96/24-Boom ausblieb. Die digitale Ausgabe von DVD-Audio-Stücken ebenso wie deren direkte Verarbeitung (ohne manipulative Eingriffe) bleibt zudem wohl ein Wunschtraum. Im Musikbereich ist der 96/24-Standard zudem ja nun wirklich nichts Neues. (nij)