SonyEricsson liefert P800-Smartphone aus
Das mit Spannung erwartete Smartphone SonyEricsson P800 kommt dieser Tage endlich in den Handel.
Das mit Spannung erwartete Smartphone P800 von SonyEricsson kommt dieser Tage endlich in den Handel. Der Hersteller hat seine 117 mm × 59 mm × 27 mm große Kombination aus PDA und Mobiltelefon selbst für Smartphone-Verhältnisse sehr reichhaltig bestückt. So sind im rund 160 Gramm schweren Gerät beispielsweise 12 MByte RAM eingebaut (Nokias 7650er Smartphone hat nur rund 3,6 MByte), und das berührungsempfindliche, 40 mm × 61 mm große Display ist mit 208 × 320 Pixeln großzügig bestückt. Es stellt bis zu 4096 Farben dar. Als Triband-Handy funkt das P800 wahlweise in 900-, 1800- oder 1900-MHz-GSM-Netzen, eine Freisprecheinrichtung ist ebenso eingebaut wie eine Kamera, die Farbbilder mit 640 × 480 Punkten und bis zu 16 Millionen Farben liefert.
Als Kommunikations-Talent kann das P800 die Bilder per Multimedia-Messaging an andere Nutzer von MMS-Handys oder an Internet-E-Mail-Adressaten versenden. Auch beherrscht es die schlichteren Kurznachrichten-Verfahren EMS und SMS und kann laut Hersteller nicht nur WML-, sondern auch "echte" Internet-HTML-Seiten darstellen sowie als tragbare E-Mail-Station dienen. Das eingebaute Modem spiegelt nur im GPRS-Betrieb das aktuelle Niveau wider: Da sind derzeit Maximal-Geschwindigkeiten von 53,6 KBit/s die Regel. Im HSCSD-Betrieb erreicht es nur bis zu 28,8 KBit/s (andere Geräte befördern bis zu 43,2 KBit/s). Mit Laptops oder PCs nimmt das P800 wahlweise über eine Docking-Station oder drahtlos via IrDA oder Bluetooth Kontakt auf, etwa um den Datenbestand des Geräts zu sichern. Handy- und Modem-Funktionen lassen sich abschalten, um zum Beispiel Strom zu sparen oder übrige Funktionen des Geräts im Flugzeug oder in anderer EMV-empfindlicher Umgebung zu nutzen.
Software-seitig bietet das Multitalent typische Organizer-Funtionen wie Kontaktdatenbank, Terminverwaltung und Datenabgleich mit Windows-Gegenstücken. Auf dem Handy kann der Nutzer außerdem Windows-Dateien wie Word-, Powerpoint-, Excel- oder PDF-Dokumente ansehen. Bertrachter für über 200 verschiedene Dokumentenformate können von CD nachinstalliert werden. Die Daten lassen sich wahlweise im Festspeicher des Geräts ablegen oder auf Memory-Sticks von maximal 128 MByte -- dafür hat SonyEricsson dem P800 einen Memory-Stick-Duo-Slot eingebaut (gegenüber herkömmlichen Memory-Sticks sind die Duo-Modelle nur halb so lang). Im Lieferumfang findet sich ein Memory-Stick Duo mit 16 MByte Kapazität. Musik-Freunde können auf den Speicherbausteinen MP3-Songs ablegen, einen MP3-Player und auch ein Headset bringt der P800 von Haus aus mit. Java- und C++-basierte Anwendungen lassen sich nachladen. Mit dem Standardakku BST-15 soll das P800 laut Hersteller bis zu 400 Stunden in Bereitschaft bleiben können, die maximale Gesprächszeit liege bei rund 13 Stunden.
Ursprünglich wollte SonyEricsson sein neues Flaggschiff im Herbst 2002 vom Stapel lassen, musste den Termin aber verschieben. Nachdem es in einigen anderen Ländern schon erhältlich ist, kommt es nun laut Hersteller in Deutschland für 850 Euro in den Handel (ohne Kartenvertrag). Bei manchen Versendern, etwa MobileJoker oder Cyberport, steht das Gerät aber schon für rund 750 Euro in den Listen. (dz)