HD-Camcorder fĂĽr Privatanwender
JVC hat einen neuen HD-Camcorder vorgestellt, der im Sommer in einer PAL-Version auf den europäischen Markt kommen soll.
JVC hat einen HD-Camcorder für normale Privatanwender vorgestellt. Im März will der Elektronikriese mit dem GR-HD 1 zunächst für den NTSC-Markt (Japan und USA) ein Gerät anbieten, das über das DV-C-Format (NTSC, 640 × 480, 30 Frames, Progressive) hinaus im HD-Format (1280 × 720, 30 Hz Progressive) aufzeichnen soll. Als Speichermedium verwendet der GR-HD 1 herkömmliche DV-C-Kassetten.
Die DV-Signale werden als normaler DV-Stream gespeichert, die HD-Aufzeichnung erfolgt im Format 16:9 (625 Progressive) in MPEG-2 (Transport Stream). Insgesamt stellt der Camcorder in der NTSC-Version die drei Bildformate 640 × 480 Interlaced, 1280 × 720 Progressive sowie 1920 × 1080 Interlaced (abgeleitet) bereit. Im HD-Modus soll der Camcorder die gleichen Band-Laufzeiten bieten wie bei der konventionellen DV-Aufnahme. JVC will seinem NTSC-HD-Camcorder eine MPEG-2-Schnittsoftware MPEG Edit Studio Pro 1.0 LE zur bildgenauen Bearbeitung der hochauflösenden Filme beilegen.
Das optische System besteht aus einem Progressive-1-Chip-Wandler (1,13 Millionen Pixel effektiv) mit einem 10-fach optischen Zoomobjektiv und einem optischen Bildstabilisator. Zoom und Schärfe lassen sich manuell über separate Objektiv-Ringe einstellen. Die Videodaten (DV und HD) werden über eine FireWire-Schnittstelle übermittelt; zusätzlich steht ein Komponentenausgang (Y-PR-PB) bereit. Das MPEG-2-Signal soll zusätzlich über eine weitere Computerschnittstelle bereitgestellt werden. Die Tonaufzeichnung erfolgt zweikanalig (16 Bit/48 kHz). Zusammen mit den Bilddaten entsteht daraus ein Datenstrom von etwa 25 MBit/sec.
Eine europäisierte PAL-Version will JVC noch im Sommer 2003 in gleicher Ausstattung auf den Markt bringen. Der Preis dürfte um die 4000 Euro rangieren. (uh)