Spielwaren-Einzelhandel in der Konsolen-ZwickmĂĽhle

Die Zeiten, in denen Konsolen-Hard- und -Software in keinem Spielwarenladen fehlen durften, scheinen vorbei zu sein.

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Von
  • David Adamczewski

Der Glaube, die so genannten Next-Generation-Konsolen würden Puppen und Holzspielzeug aus den Regalen verdrängen, erweist sich offenbar als Fehleinschätzung. Zu dieser Erkenntnis kommt zumindest der Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) im Vorfeld der Nürnberger Spielwarenmesse. Geschäftsführer Willy Fischel sieht für den Videospielemarkt im Jahr 2003 das Ende der Fahnenstange bereits erreicht.

Die Gründe dafür seien vielfältig: "Einerseits ist die gesamtwirtschaftliche Lage schlecht. Andererseits stellen sich immer mehr Einzelhändler die Frage, ob man den Verkauf von Videospiel-Hard- und auch -Software ausbauen oder nicht doch ganz einstellen sollte", sagte Fischel gegenüber heise online. Offenbar entscheiden sich aber immer mehr Einzelhändler gegen den Weiterverkauf des elektronischen Spielzeugs, um die knappen Ladenflächen für Gewinn-ergiebigere Produkte nutzen zu können.

Hinzu kommt ein altbekanntes Problem beim Verkauf von elektronischem Spielzeug: "Ein Teddybär ist auch nach mehreren Jahren noch gefragt. Konsolen hingegen sind nur einen bestimmten Zeitraum 'in' und müssen daher mit mehr Bedacht eingekauft werden, um ein Verlustgeschäft zu vermeiden", erklärte Fischel weiter. Fischel weist dabei auch auf die oftmals niedrige Gewinnspanne hin. Zwar würden mit den Herstellern darüber jederzeit Gespräche geführt, zu einer Verbesserung der Lage der Händler ist es offenbar jedoch noch nicht gekommen. (daa)