Siebel schmiegt sich an IBMs Websphere
Der Spezialist für Kundenbetreuungs-Software will seine Software für Telemarketing und automatisierte Verkaufsaktivitäten in Zusammenarbeit mit IBM an dessen Application-Server Websphere anpassen.
Der Spezialist für Kundenbetreuungs-Software Siebel will seine Software für Telemarketing und automatisierte Verkaufsaktivitäten in Zusammenarbeit mit IBM an dessen Application-Server Websphere anpassen. Das Unternehmen will in den nächsten drei Jahre 300 Millionen US-Dollar ausgeben und nicht weniger als 200 Entwickler zur Mitarbeit in IBMs Entwicklungslabors im kalifornischen San Mateo abstellen. Diese sollen die Industrie-spezifischen Anwendungen besser in die Websphere-Umgebung auf Basis von J2EE (Java 2, Enterprise Edition) integrieren und ihnen auch eine bessere Zuverlässigkeit verschaffen.
Die Entwickler sollen ihre Aufgabe aber nicht einfach auf der Ebene der Websphere-API (Application Programming Interface) erledigen. Vielmehr soll die Kooperation von IBM bereitgestellte Web-Services zum Einsatz bringen. Bei IBM erwartet man sich "eine Reihe von Angeboten mit ĂĽberragender Integration" -- so die Worte des Chefs von IBMs Software Group Steve Mills.
Bereits vergangenen Oktober hatte sich Siebel mit ähnlicher Hingabe zu Microsofts Java-Konkurrenten .NET bekannt. Damit stellen die Siebel-Strategen ihre Weichen ähnlich wie der Rivale SAP, der Mitte Januar gleichfalls zu erkennen gab, er werde sich mit künftigen Softwareentwicklungen auf beide Plattformen konzentrieren. (hps)