Opera nimmt Safari als Konkurrent ernst
Wie gewöhnlich hat Opera die neueste Version seines Web-Browsers zunächst für Windows veröffentlicht. Ob es demnächst auch eine für Mac OS geben wird, ist unklar.
Opera-Befürworter mit einem Apple-Rechner werden möglicherweise vergeblich auf die siebte Version des Web-Browsers für ihr Betriebssystem warten. US-amerikanische Medien berichten, es gebe einige Zweifel daran, ob die Opera-Entwickler nach der nunmehr freigegebenen neuesten Version für Windows auch eine für Mac OS herausbringen werden.
Apple hatte vor drei Wochen den hauseigenen Web-Browser Safari auf der Macworld Expo vorgestellt, der auf KHTML basiert. Nun zitiert der Internet-Dienst CNet Opera-Chef Jon von Tetzchner mit den Worten, eine Opera-Version für Macintosh lohne sich wahrscheinlich nicht mehr. Es habe bereits Gespräche zwischen Apple und Opera über einen Ersatz oder eine Ergänzung der KHTML-Technik durch Opera gegeben, doch sei das Unternehmen durch die Vorstellung von Safari vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Marktbeobachter glauben, gegen den Apple-Browser in Konkurrenz zu treten sei sehr riskant.
Safari hat anscheinend einige Bewegung in die Browser-Branche gebracht. Vor knapp zwei Wochen entzündeten sich durch die Veröffentlichung der Apple-Entwicklung Diskussionen innerhalb der Mozilla-Gemeinde. Unter anderem hieß es, KHTML stelle viele Websites nicht so gut dar wie Mozilla. Vieles, was Mozilla aufgebläht und undurchsichtig gemacht habe, müsse wohl in Zukunft auch zu KHTML hinzugefügt werden. (anw)