Britische Musikindustrie siegt im Rechtsstreit gegen Internet-Cafés

Die British Phonographic Industry kann sich mit einer Urheberrechtsklage gegen eine Internet-Café-Kette durchsetzen.

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Der griechische Unternehmer Stelios Haji-Ioannou unterliegt vor einem britischen Gericht in einem Rechtsstreit mit der britischen Musikindustrie. Die British Phonographic Industry (BPI) konnte sich mit seiner Klage wegen Urheberrechtsverletzungen in den Internet-Cafés des Griechen durchsetzen. Dabei ging es um das Angebot der Cyber-Café-Kette EasyInternet zum Download von Musik über P2P-Tauschbörsen, das die Kunden auch reichlich genutzt haben sollen. Zudem hätten Ermittler diverse MP3-Dateien auf den Festplatten der Café-Computer entdeckt, berichten britische Medien.

Die Kunden hatten bis September 2001 die Möglichkeit, sich für 5 britische Pfund (7,6 Euro) Musik aus dem Internet zu laden und auf eine CD zu brennen. Dagegen hatte die BPI geklagt. Die Höhe der Strafe wurde noch nicht ausgesprochen, doch soll Haji-Ioannou bereits Berufung gegen das Urteil angekündigt haben. Die britische Musikindustrie hingegen fühlt sich durch den Richterspruch bestätigt und sieht darin einen wichtigen Präzedenzfall. Sie sieht durch illegale Downloads unter anderem die 126.000 Arbeitsplätze der Musikbranche bedroht. In Großbritannien wurde nach Angaben der BPI im vergangenen Jahr Musik im Wert von 2,1 Milliarden Pfund (3,2 Milliarden Euro) verkauft. (anw)