Software AG erwartet keinen schnellen Aufschwung
Die Darmstädter Software AG, Spezialist für Unternehmenssoftware, hat im vergangenen Jahr 19 Prozent ihres Umsatzes gegenüber dem Rekordjahr 2001 eingebüßt.
Die Darmstädter Software AG, Spezialist für Unternehmenssoftware, hat im vergangenen Jahr 19 Prozent ihres Umsatzes gegenüber dem Rekordjahr 2001 eingebüßt. Der Umsatz sank nach den vorläufigen Zahlen des Unternehmens auf 475 Millionen Euro. Die Firma mag das aber nicht besonders negativ sehen: "Software AG hält Kurs" betitelt sie ihr Zahlenwerk. Der Umsatz habe sich "auf dem abgesenkten Niveau des Gesamtjahres stabilisiert"; außerdem sei es "durch strenges Kostenmanagement" gelungen, die Software AG in der Gewinnzone zu halten und die Liquidität zu erhöhen.
Besonders stark rückläufig war das Lizenzgeschäft, bei dem die Software AG mit 113 Millionen Euro 43,2 Prozent weniger Umsatz verbuchte. Bei den Dienstleistungen (159,6 Millionen Euro Umsatz) betrug der Rückgang immerhin noch 16,1 Prozent. Lediglich das Wartungsgeschäft konnte mit einer Steigerung um 2,5 Prozent auf 200,9 Millionen Euro ein Plus verbuchen.
Für das laufende Jahr rechnet die Software AG mit gleich bleibend schwachen Marktbedingungen: "Für eine Trendwende fehlen derzeit noch eindeutige Signale", erklärte das Management. Die Entscheidungsprozesse seien "länger geworden"; "die Kunden investieren nur in Projekte, für die eine hohe Wirtschaftlichkeit nachgewiesen werden kann". Es gebe zwar einen Investitionsstau, was IT-Projekte bei Firmen betreffe -- daraus ließen sich aber bislang noch keine konkreten Aufträge ableiten. Die Umsätze und das operative Ergebnis würden daher 2003 auf Vorjahreshöhe liegen, prognostizierte die Software AG. (jk)