EarthLink setzt ein Viertel der Belegschaft vor die Tür

Der US-amerikanische Internet-Provider EarthLink, nach AOL und MSN drittgrößter ISP in den Vereinigten Staaten, entlässt 1300 Mitarbeiter.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der US-amerikanische Internet-Provider EarthLink, drittgrößter ISP in den Vereinigten Staaten, entlässt nahezu ein Viertel seiner Belegschaft. Von den derzeit noch rund 5100 EarthLink-Mitarbeitern müssen 1300 gehen. Die Entlassungen sind das Ergebnis von Restrukturierungsmaßnahmen, mit denen das Unternehmen jährlich 20 Millionen US-Dollar einsparen will. Betroffen von der Entlassungswelle, für die einmalige Kosten in Höhe von 41 Millionen US-Dollar anfallen, sind vor allem Service-Mitarbeiter der EarthLink-Call-Center in Dallas, Seattle, Sacramento und Pasadena, die bis Ende März geschlossen werden sollen. Zuvor hatte EarthLink schon ein Service-Center in Phoenix geschlossen, was weiteren 250 Mitarbeitern den Job kostete.

EarthLink, das sich in den vergangenen Monaten stärker auf die Vermittlung von Breitband-Internet-Anschlüssen konzentriert hatte, macht insbesondere der Einbruch im Bereich der Dial-Up-Internet-Dienstleistungen zu schaffen. In diesem einstigen Kerngeschäft musste das Unternehmen allein im dritten Quartal 2002 einen Kundenschwund von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Insgesamt nutzen derzeit rund 4,8 Millionen US-Amerikaner die ISP-Dienste von EarthLink, das sich in der Vergangenheit vor allem durch hohe Qualitätsansprüche beim Dial-Up-Internet-Zugang eine gute Reputation erarbeitet hatte. (pmz)