Streit zwischen debitel und O2 geht weiter [Update]
O2 will Berufung gegen ein Urteil einlegen, wonach der Mobilfunkbetreiber verpflichtet ist, mit debitel einen Vertrag fĂĽr Mobilfunkdienste abzuschlieĂźen.
Der Streit zwischen den Mobilfunkanbietern O2 und debitel geht in die nächste Runde. O2 will nach eigenen Angaben Berufung gegen ein Urteil des Münchner Landgerichts einlegen, wonach O2 (ehemals Viag Interkom) verpflichtet ist, mit debitel einen Vertrag für Mobilfunkdienste abzuschließen. "Wir werden mit allen Mitteln gegen die Entscheidung vorgehen", sagte Dietrich Beese, Mitglied der O2-Geschäftsführung. Notfalls gebe es einen jahrelangen Rechtsstreit.
debitel bezeichnete Beeses Berufungs-AnkĂĽndigung als "Schnellschuss", da derzeit noch keine UrteilsbegrĂĽndung vorliege. "Wir wĂĽrden es begrĂĽĂźen, auf der Basis des MĂĽnchner Urteils ohne weitere Rechtsmittel zu einem Service-Provider-Vertrag zu kommen", sagte ein Sprecher des Stuttgarter Unternehmens.
O2 ist bisher der einzige Netzbetreiber, der sich weigert, sein Netz auch für debitel-Kunden zur Verfügung zu stellen. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit hatte das Landgericht München debitel schließlich Recht gegeben. debitel-Vorstandschef Peter Wagner hatte die Entscheidung als haushohen Sieg für das Unternehmen bezeichnet. Grundsätzlich ist O2 nach Angaben von Beese zur Kooperation mit anderen Anbietern bereit. "Aber die Konditionen müssen stimmen." (dpa) / (jk)