Verschlüsselung und Rechtemanagement für MPEG-4

Die Internet Streaming Media Alliance (ISMA) will den AV-Codec MPEG-4 mit Verschlüsselungs- und DRM-Techniken "bereichern".

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Die Internet Streaming Media Alliance (ISMA) will den AV-Codec MPEG-4 um Verschlüsselungs- und DRM-Techniken bereichern. Die Gruppe, der unter anderem Apple, Cisco und Sun angehören, legt nach eigenen Angaben zu diesem Zweck noch in dieser Woche den genauen Zeitpunkt fest, bis zu dem die Spezifikation für Video- und Audiostreaming mit MPEG-4 entsprechend ergänzt werden soll.

Ziel des Unterfangens ist es, Rechteinhaber wie Film- und Musikstudios davon zu überzeugen, dass MPEG-4 die sichere Weitergabe von Audio/Video-Daten über das Internet ermöglicht. Dies bedeutet beispielsweise, dass eine Datei nur auf dem Rechner des Kunden (eventuell zeitlich begrenzt) wiedergegeben werden kann, der dafür eine entsprechende Gebühr entrichtet hat. Die ISMA tritt mit ihrem Vorhaben gegen Microsofts Windows Media und RealNetworks RealMedia an.

Die Teile der ISMA-Spezifikationen, die die Verschlüsselung und das Digital Rights Management betreffen, sollen zur Jahreskonferenz des amerikanischen Verbands der Fernsehanstalten (NAB) im April präsentiert, der endgültige Standard nach bisherigen Plänen im zweiten Quartal verabschiedet werden. Bereits in Planung hat die ISMA auch ein strenges Zertifizierungsprogramm: Produkte, die mit dem Standard zusammenarbeiten, sollen zukünftig ein entsprechendes Logo tragen. Und schließlich soll eine offizielle Stelle eingerichtet werden, die sich künftig um das digitale Rechtemanagement bei MPEG-4 kümmert und an die sich Rechteinhaber wenden können. (nij)