Beschwerde bei EU-Kommission über DSL-Gebühren der Telekom

Die Behörde von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti prüft die Aufnahme eines Verfahrens gegen die Deutsche Telekom wegen möglicher Wettbewerbsverzerrung durch die Großhandelspreise für DSL-Breitbandzugänge zum Internet.

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  • Torge Löding

Die Behörde von EU-Wettbewerbskommisar Mario Monti prüft die Aufnahme eines Verfahrens gegen die Deutsche Telekom wegen möglicher Wettbewerbsverzerrung durch die Großhandelspreise für DSL-Breitbandzugänge zum Internet. Damit reagiert die EU-Kommission auf eine Beschwerde des Telekom-Konkurrenten QSC. Der Kölner DSL-Anbieter hatte sich darüber beschwert, dass Konkurrenten der Telekom für den Zugang zum Breitbanddienst des Konzerns mehr zahlen müssen als Privatkunden der Deutschen Telekom.

Diesen Vorwurf weist man bei der Telekom zurück. "Die Preise wurden nicht imaginär von der Telekom festgelegt, sondern sind das Ergebnis eines regulären Anhörungsverfahrens durch die Regulierungsbehörde", betonte Telekom-Sprecher Frank Domagala gegenüber heise online. Die Beschwerde richte sich somit an die falsche Adresse und müsse gegen die Regulierungsbehörde geführt werden. Die Telekom wird auch nicht müde zu betonen, dass die Preise für die Großhandelsflatrate nach ihrer Ansicht nicht kostendeckend sind.

Vor einem Jahr hatte die Telekom in Folge einer Überprüfung ihrer Preise durch die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post neue Gebühren für private T-DSL-Anschlüsse vorgelegt. Demnach wurde der monatliche T-DSL-Preis auf 12,99 statt 10,18 Euro am T-ISDN-Standard- und T-ISDN-Komfort-Anschluss erhöht. Im Paket mit T-ISDN 300 und T-ISDN-xxl fallen seitdem zusätzlich 9,99 statt 7,62 Euro an, am T-Net-Anschluss sank die Gebühr von 20,40 auf 19,99 Euro. (tol)