Wohnungswirtschaft und privater Rundfunk begrüßen Kabelnetz-Verkauf

Laut dem Verband der Wohnungsunternehmen sei es verständlich, wenn vorerst nur die Netze zum Breitbandkabel ausgebaut würden, wo es eine "kaufkräftige Nachfrage" nach neuen Programmangeboten gebe.

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  • dpa

Die Wohnungswirtschaft und private Rundfunkbetreiber haben den Verkauf der verbliebenen sechs Kabelnetze der Deutschen Telekom an eine US-Investorengruppe begrüßt. Damit sei eine mehrjährige Hängepartie zu einem vorerst guten Ende gekommen und eine Modernisierung der Netze möglich.

Die Wohnungsunternehmen setzten nun auf eine faire Partnerschaft mit den Investoren, sagte der Präsident des Branchenverbandes GdW, Lutz Freitag, am Mittwoch in Berlin. Es sei zu hoffen, dass die Käufer nicht nur reine Zwischenerwerber sind, die kein wirkliches Interesse an der Weiterentwicklung der Kabelnetze haben.

Die privaten Rundfunkanbieter nannten den Verkauf einen nötigen Schritt zur Konsolidierung des Kabelmarktes in Deutschland. Nun gebe es die Chance einer "marktgerechten Modernisierung" beim Übergang von der analogen auf die digitale Verbreitung, erklärte der Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT).

Der GdW-Präsident erklärte, es sei verständlich, wenn die Investoren vorerst nur die Netze zum Breitbandkabel ausbauen, wo es eine "kaufkräftige Nachfrage" nach neuen Programmangeboten gebe. Wo dies vorhanden sei, müsse der Ausbau als Voraussetzung für schnelle Internetzugänge oder interaktives Fernsehen in enger Abstimmung mit Wohnungsunternehmen schnell erfolgen. Reine Gebührenerhöhungen führten nur dazu, dass Mieter auf Alternativen ausweichen. (dpa) / (jk)