EU nimmt Staatshilfen für France Telecom unter die Lupe

Paris weist den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung durch Staatshilfen an France Telecom energisch zurück; der EU-Wettbewerbskommissar will aber ein Verfahren einleiten.

vorlesen Druckansicht 1 Kommentar lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Torge Löding

EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti hat dieser Tage alle Hände voll zu tun. Nun hat er auch Bedenken hinsichtlich der Staatsbeihilfen, die der Ex-Monopolist France Telecom -- der am gestrigen Mittwoch sein Geschäftsergebnis 2002 präsentierte -- kassiert. Die Financial Times Deutschland berichtet, dass deshalb bereits heute ein formelles Beihilfeverfahren gegen Frankreich eingeleitet werde, da ein staatliches Darlehen in Höhe von 9 Milliarden Euro an den Telecomriesen den Wettbewerb innerhalb der Branche verzerren könnte.

Paris weist den Beihilfenvorwurf energisch zurück. Mit der Kreditgarantie habe der Staat nur wie jeder private Investor gehandelt. Wettbewerbern sei dadurch kein Schaden entstanden -- insbesondere, weil der Kredit auch nie ausgezahlt wurde. Wettbewerbshüter setzen dagegen, dass alleine die Zusage die Kreditwürdigkeit der hoch verschuldeten France Telecom erhöht habe. (tol)