SonyEricsson im vierten Quartal gestärkt
Sony und Ericssons gemeinsame Tochtergesellschaft weist im vierten Quartal 2002 einen Verlust von 77 Millionen Euro aus.
Sony und Ericssons gemeinsame Tochtergesellschaft für Mobiltelefone SonyEricsson (SEMC) weist im vierten Quartal 2002 einen Verlust von 77 Millionen Euro vor Steuern aus, netto sind es 69 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor betrug der Verlust noch 152 Millionen Euro (netto 139 Millionen Euro). Der Umsatz nahm auf 1235 Millionen Euro zu -- 18 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Gegenüber dem dritten Quartal beträgt die Zunahme sogar 42 Prozent.
Das Unternehmen meldet bei der Anzahl der ausgelieferten Mobiltelefone eine Steigerung von vier Prozent auf 7,1 Millionen Stück (22,9 Millionen im ganzen Jahr 2002). Grund für diesen Erfolg ist nach Firmenangaben die Einführung neuer Telefonmodelle. Unter anderem wurde im Dezember endlich das P800-Smartphone in ausgewählten Märkten ausgeliefert und dort gut angenommen. Weiterhin gut verkauft sich das T68(i), meldete SonyEricsson.
Den weltweiten Markt für Mobiltelefone schätzt das Unternehmen für 2003 auf 435 Millionen Einheiten. Im Vorjahr belief sich das geschätzte Verkaufsvolumen auf 395 Millionen, davon 115 Millionen im letzten Quartal. Über den eigenen Marktanteil hüllt sich SonyEricsson allerdings in Schweigen. Durch die Einführung neuer Modelle hoffe man jedoch, 2003 schwarze Zahlen zu schreiben.
Nun schieĂźen Sony und Ericsson erst einmal zu gleichen Teilen 300 Millionen Euro zu, um den Verlust des Jahres 2002 bei ihrer Tochter auszugleichen. Von der Ehekrise der beiden Unternehmen -- aufgrund der grossen Verluste hatte Ericsson-Chef mit einem RĂĽckzug aus dem Joint-Venture gedroht -- ist zurzeit nichts zu spĂĽren. (Bernd Beckmann) / (tol)