NEC will IT-Flaute mit Videospielen trotzen
NEC meldet sich auch in Europa und Amerika im Games-Markt zurĂĽck und will dort eine groĂźe Nummer werden.
Das japanische Elektronikunternehmen NEC plant den Einstieg in das Geschäft mit Videospielen auch in Europa und Amerika. Eigenen Angaben zufolge soll die Abteilung Interchannel für den japanischen Markt produzierte Konsolenspiele auch für den Verkauf in Übersee und hierzulande portieren. Clint Kurahashi zufolge, Executive Vice President bei NEC, wolle man so die rückläufigen Verkaufszahlen in anderen Industrie-Zweigen mit Erlösen aus der lukrativen Spielebranche ausgleichen.
NEC Interchannel fängt zwar klein an, will jedoch schnell groß herauskommen: Mit anfangs nur fünf Mitarbeitern in Santa Clara hat man vor, schnell zu einem der größten Publishern und Entwickler zu wachsen, berichtet die Silicon-Valley-Tageszeitung San Jose Mercury News. Um dieses Vorhaben zu erreichen, bedarf es allerdings mehr als Worte: Dass Branchengrößen wie Electronic Arts, Infogrames und Ubi Soft nicht freiwillig Marktanteile abgeben, steht außer Frage.
NEC ist in der Spieleszene kein unbeschriebenes Blatt: Mit der PC-Engine landeten die Japaner seinerseit mehr als nur einen Achtungserfolg. 1989 gelang NEC mit der überarbeiteten Geräteversion Grafx 16 auch der Durchbruch in Europa und Amerika. Auch Kurahashi kennt sich in diesem Metier sehr gut aus: Er zählte 1996 zur Capcom-Führungsriege, unter der der Spiele-Entwickler und -Publisher mit Resident Evil einen Megaseller hervorbrachte, der es mit Milla Jovovich in der Hauptrolle sogar auf die Kinoleinwand schaffte. (daa)