75 Jahre Telefonverbindung in die USA

Vor 75 Jahren wurde für wohlhabende deutsche Großstädter und betuchte Geschäftsleute ein Traum wahr: Sie konnten nach Amerika telefonieren.

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  • dpa

Vor 75 Jahren wurde für wohlhabende deutsche Großstädter und betuchte Geschäftsleute ein Traum wahr: Sie konnten nach Amerika telefonieren. Vom 10. Februar 1928 an bestand die erste Funksprechverbindung von Deutschland in die USA, teilte das Berliner Museum für Kommunikation am heutigen Montag mit. So einfach den Hörer abnehmen konnten die Telefonfreunde allerdings noch nicht. Ein Gespräch über den großen Teich musste 24 Stunden vorher angemeldet werden und kostete ein kleines Vermögen.

Für ein Drei-Minuten-Telefonat nach New York mussten zum Beispiel die Berliner 330 Mark auf den Tisch legen. Aber immerhin gehörten sie zu den wenigen privilegierten Großstädtern, die überhaupt zum Hörer greifen durften: Gespräche in die USA konnten 1928 nur von der Hauptstadt, Hamburg oder Frankfurt/Main geführt werden. Die Sparsamkeit mag im ersten Jahr über Neugierde und Versuchung gesiegt haben. Die Damen vom Amt vermittelten 1928 nur rund drei Gespräche pro Tag von Deutschland nach Amerika. Die Überseegespräche wurden per Kabel zum internationalen Fernamt London übertragen und von dort auf Frequenzen des Lang- und Kurzwellenbereichs weitergefunkt. (dpa) / (jk)