Eine Rechnung für Mobilfunk und WLAN
Hewlett-Packard und die Software-Firma Transat wollen ein gemeinsames Rechnungssystem für Handy-Netze und Funk-LANs auf den Markt bringen.
Mobilfunknetze und Funk-LANs wachsen immer mehr zusammen. Hewlett-Packard will dazu gemeinsam mit dem US-Softwareunternehmen Transat eine Lösung anbieten, mit der Mobilfunkbetreiber Sprach- und Datendienste in GSM- und UMTS-Netzen sowie lokalen WLANs auf eine gemeinsame Rechnungsbasis stellen können. Die von den Providern geführten Kundendatenbanken sollen damit auch in Funk-LANs für Anmeldung und Abrechnung zur Verfügung stehen.
Kunden melden sich entweder mit Benutzercode und Passwort oder mit den Daten ihrer SIM-Karte im WLAN an. Für letzteres braucht es jedoch ein spezielles Handy, das sowohl im Mobilfunk-Netz als auch per Voice-over-IP in lokalen Funk-LANs funktioniert. Die Mobilfunkanbieter brauchen dazu keine eigenen WLAN-Zugangspunkte (so genannte Hotspots) einzurichten, und Funk-LAN-Betreiber können mit den Handy-Gesellschaften passende Roaming-Verträge abschließen.
HP und Transat folgen damit zusammen mit Unternehmen wie Motorola, Proxim und Avaya einem Trend zur Konvergenz verschiedener Funk-Netzwerktechniken. Das Marktforschungsunternehmen Gartner Dataquest hatte in einer Studie für das Jahr 2006 weltweit 300.000 WLAN-Hotspots und über 50 Millionen Nutzer prognostiziert. (rop)