Internet-Dienstleister Teles schafft zweistelliges Wachstum

Der Berliner Internet- und Telekommunikationsdienstleister hat nach zwei Jahren in den roten Zahlen die Wende geschafft.

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  • dpa

Der Berliner Internet- und Telekommunikationsdienstleister Teles, einst als Spezialist fĂĽr ISDN-Hardware gestartet, hat nach zwei Jahren in den roten Zahlen die Wende geschafft. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen gegen den Branchentrend einen Netto-Ăśberschuss von 3,9 Millionen Euro, teilte die Teles AG mit. 2001 waren noch 11,5 Millionen Euro Verlust angefallen. Der Umsatz stieg um 26 Prozent auf 69,9 Millionen. FĂĽr 2003 erwartet Vorstandschef Sigram Schindler ein Umsatzplus von 20 Prozent. Den Gewinn will Teles auf 11 Millionen Euro mehr als verdoppeln.

Mit der Jahresbilanz 2002 lag das Berliner Unternehmen deutlich über den eigenen Prognosen. Die Liquidität stieg zum Jahresende auf 44,2 Millionen Euro. Angesichts der "hervorragenden Zahlen" sei auch die Ausschüttung einer Dividende nicht ausgeschlossen, sagte Schindler der dpa. An der Börse legte die Teles-Aktie bis zum Nachmittag um mehr als sechs Prozent auf 3,18 Euro zu.

Das Unternehmen mit heute etwa 400 Beschäftigten wurde 1983 in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Berlin gegründet. Der wichtigste Geschäftszweig ist bei der Tochter Strato angesiedelt, die Internet-Domains an Privatkunden und Mittelständler vermittelt. Strato verwaltet nach eigenen Angaben 1,5 Millionen Adressen mit der Endung .de und damit etwa ein Viertel aller deutschen Internet-Domains.

Im vergangenen August hatte Teles das Rechenzentrum des insolventen Netzbetreibers KPNQwest übernommen. Die ursprünglichen Pläne, das Zentrum bald wieder zu verkaufen, wurden mittlerweile auf Eis gelegt. "Wir werden das Zentrum selbst weiter betreiben, solange es keinen zuverlässigen und großen Käufer aus der Branche gibt", sagte Vorstandschef Schindler. (dpa) / (jk)