Aus Zwei mach Eins: SĂĽddeutscher Verlag verschmilzt Online mit Print

Synergie-Effekte sollen genutzt werden; 11 Mitarbeiter aus dem Vermarktungsbereich von sueddeutsche.de verlieren den Arbeitsplatz.

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Von
  • Torge Löding

Angekündigt hatte der Süddeutsche Verlag seine Umstrukturierungspläne bereits im vergangenen Jahr, nun macht er ernst mit der "Nutzung von Synergie-Effekten", die helfen sollen Kosten zu reduzieren. Für Sueddeutsche.de bedeutet das eine engere unternehmerische Anbindung an die SZ -- möglichst ohne das eigenständige Profil des Online-Ablegers zu beschädigen.

Nach Angaben des Verlags verlieren durch die Fusion der Vermarktungsabteilungen 11 der zurzeit 45 Mitarbeiter von Sueddeutsche.de ihren Arbeitsplatz; die Online-Redaktion ist davon aber nicht betroffen. Künftig soll sie jedoch stärker mit der Redaktion des Mutterblattes kooperieren, unter anderem dafür wurde bei der SZ ein Newsdesk als Schnittstelle geschaffen.

"In der aktuell schwierigen Marktlage für Online-Werbung, -Stellenmärkte und -Rubrikanzeigen ist es sinnvoll, Print und Online zusammenzufassen und auf eine crossmediale Vermarktung zu setzen", sagte Sebastian Lehmann, Sprecher des Süddeutschen Verlages, gegenüber heise online. Eine augenfällige Anzeigenkampagne läuft unterdessen dieser Tage: IBM hat die Website der Süddeutschen blau eingefärbt, passend zur Skyscraper-Anzeige für "e-business on demand" von Big Blue. Nächste Woche wird aber wohl wieder alles wie gewohnt grau sein.

Bei der Konkurrenz stellt sich die Situation ganz ähnlich dar. Im Herbst hatte der Verlag der FAZ seine Umstrukturierungs-Pläne bekannt gegeben, denen zurfolge die beiden Online-Angebote des Blattes zusammengelegt und die Buchverlage abgestoßen werden sollen. Außerdem wurde das FAZ-Businessradio bereits zur Jahreswende eingestellt. (tol)