Corel Designer 10 angekündigt
Die technische Illustrationssoftware Designer hat die Übernahme von Micrografx durch Corel offensichtlich schadlos überstanden: Heute kündigte der neue Besitzer Corel Designer 10 an.
Die technische Illustrationssoftware Designer hat die Übernahme von Micrografx durch Corel offensichtlich schadlos überstanden: Heute kündigte der neue Besitzer Corel Designer 10 an. Während die letzten Releases vor allem dadurch auffielen, dass sich der "Vorname" der Software änderte -- vom Micrografx über iGrafx hin zum Corel Designer --, verspricht Nummer 10 durchaus zusätzliche innere Werte.
So haben die Entwickler einige nützliche Hilfsmittel für technische Zeichner eingebaut, die man eher von CAD-Programmen her kennt. Die verbesserten Fangfunktionen beispielsweise finden automatisch passende Einrastpunkte an Objekten, um neue Geometrien präzise an vorhandene anzuschließen. Zudem soll die Software jetzt auch perspektivische Ansichten berechnen können. Häufig benutzte Grafiken lassen sich als Symbole definieren -- auch dokumentübergreifend; Änderungen an der Vorlage wirken sich damit in allen verknüpften Dokumenten aus.
Der aus der CorelDraw Graphics Suite bekannte Vektorisierer Corel Trace dient jetzt auch Designer-Anwendern, etwa beim Digitalisieren papierner Pläne; Visual Basic for Applications (VBA) ist ebenfalls integriert. Darüber hinaus kann die Software Daten unter anderem im AutoCAD-, SVG-, PDF- und natürlich im CorelDraw-Format austauschen. Neu ist auch die Produktaktivierung, ähnlich der von Microsoft Office, wobei man den Designer angeblich auf bis zu drei unterschiedlichen Rechnern freischalten kann. Die deutsche Vollversion wird voraussichtlich im März für rund 660 Euro zu haben sein, das Upgrade für rund 347 Euro.
Alles in allem zeigen die neuen Features, wo es mit dem Designer hingehen soll -- mehr in Richtung Technik, weniger hin zur Gestaltung, denn dafür gibt es schließlich die Graphics Suite. A propos Gestaltung: Für die Bildbearbeitung Picture Publisher ist bei Corel kein Platz mehr. Er sei in Photo-Paint "eingeflossen", so Unternehmenssprecher Carsten Voss gegenüber c't.