Sparkurs bringt US-Telecomkonzern Sprint in schwarze Zahlen zurĂĽck
Nach einem Verlust von 1,4 Milliarden US-Dollar im Vorjahr fiel nun unter dem Strich ein Nettogewinn von 630 Millionen US-Dollar an.
Der US-amerikanische Telecomkonzern Sprint hat 2002 nach Milliarden-Verlusten wieder schwarze Zahlen geschrieben. Unter dem Strich fiel ein Nettogewinn von 630 Millionen US-Dollar an nach einem Verlust von 1,4 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Sprint, der viertgrößte Anbieter von Fernsprechdiensten in den USA, begründete den Gewinn am Mittwoch mit Kosteneinsparungen. Der Umsatz verbesserte sich leicht von 26,52 Milliarden auf 26,63 Milliarden US-Dollar.
Auch das Ergebnis war im vierten Quartal wieder positiv. Der Gewinn betrug 39 Millionen US-Dollar gegenüber 1,23 Milliarden US-Dollar Verlust im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Quartalsumsatzwar mit 6,53 Milliarden US-Dollar nahezu unverändert.
Der scheidende Vorstandschef William Esrey hatte mehr als 15.000 Arbeitsplätze abgebaut, um der flachen Umsatzentwicklung Rechnung zu tragen. Hierdurch rutschte Sprint unter den führenden Fernsprechunternehmen auf Platz vier hinter Verizon. AT&T ist der Branchenerste und WorldCom ist die Nummer zwei.
Wie das Wall Street Journal meldet, habe der Verwaltungsrat Esrey und den Präsidenten des Unternehmens, Ronald LeMay, zum Rücktritt gezwungen. Beide hätten Steuerschlupflöcher in einer Art und Weise benutzt, die zu Ermittlungen des Finanzamtes geführt hätten, schrieb das Blatt. Anfangs hatte es geheißen, Esrey sei wegen einer Krebserkrankung zurückgetreten. (anw)