SAP SI mit deutlichem Ergebnisrückgang

Nach einem mäßigen Jahr erwartet die SAP-Beratungstochter wenig Besserung für 2003.

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Von
  • Torge Löding

Die Software-Beratungstochter von SAP -- SAP Systems Integration AG (SAP SI) konnte ihre im Juli 2002 veröffentlichte Umsatz- und Ergebnisprognose für das vergangene Geschäftsjahr trotz eines weiterhin schwierigen Marktumfeldes erreichen. Nach vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2002 steigerte das Unternehmen seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 9,1 Prozent von 268,8 auf 293,2 Millionen Euro. Organisch (ohne die zum 1. Januar 2002 erworbene COPA GmbH) wuchs der Umsatz um 0,6 Prozent auf 270,5 Millionen Euro. Das Konzernergebnis ging allerdings deutlich um 46,5 Prozent auf 14,8 Millionen Euro zurück, wie das Unternehmen mitteilte.

Der Operating Profit (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) ohne Restrukturierungskosten betrug nach Konzernangaben 33,2 Millionen Euro nach 40,3 Millionen Euro im Vorjahr. Dies entspricht einer Operating-Profit-Marge von 11,3 Prozent (Vorjahr 15,0 Prozent). Im zweiten Halbjahr 2002 betrug die Operating Profit Marge ohne Restrukturierungskosten sogar 15,4 Prozent (im ersten Halbjahr 2002 7,2 Prozent). "Nach einem eher schwachen ersten Halbjahr konnten wir unsere wirtschaftliche Situation insbesondere aufgrund eines straffen Kostenmanagements und unvermeidbarer Personalanpassungsmaßnahmen im zweiten Halbjahr erheblich verbessern", so SAP-SI-Finanzvorstand Joachim Müller.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Gesellschaft mit einer weiterhin schwachen Wirtschaftsentwicklung und einer entsprechend verhaltenen Investitionstätigkeit auch im IT-Beratungsmarkt. Deshalb erwartet sie lediglich ein moderates Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Profitablilität (EBIT-Marge) soll zwischen 12 und 14 Prozent liegen. (tol)