Hewlett-Packard will in den USA das Recycling ankurbeln

Mit einer Rabatt-Aktion will Hewlett-Packard das Recycling von Hardware-Komponenten in den USA ankurbeln.

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Mit einer Rabatt-Aktion will Hewlett-Packard (HP) das Recycling von Hardware-Komponenten in den USA ankurbeln. Zwar bleibt die Rückgabe von Altgeräten (außer Drucker-Patronen) kostenpflichtig, doch bis zum 30. April erhalten Einsender einen Wertgutschein zum Einkauf im Online-Shop von HP USA. Für die Entsorgung von Altgeräten verlangt HP zwischen 13 und 34 US-Dollar. Noch nutzbare Systeme werden kostenlos an karitative Einrichtungen weitergegeben, die Anforderungslisten an HP geschickt haben. Der größte Anteil der zurückgeschickten Geräte sei aber so alt oder defekt, dass sie sachgerecht entsorgt würden.

Um die Rückgabe anzukurbeln und zu prüfen, ob die Kunden von den Kosten für das Recycling abgeschreckt würden, vergibt HP USA bis zum 30. April für jedes eingeschickte Gerät nun einen Gutschein im Wert von 20 bis 30 US-Dollar. Für einen PC samt Monitor bekommt man dort einen 50-Dollar-Coupon. Bis zu 50 US-Dollar lassen sich bei jedem Einkauf im Wert von mehr als 60 US-Dollar einsparen. HP nimmt auch Altgeräte anderer Firmen zum Recycling an, solange es sich um Produkte handelt, die HP auch selbst produziert hat.

Drucker-Verbrauchsmaterialien nimmt HP kostenfrei zurĂĽck: Zur RĂĽcksendung von Tintenpatronen lassen sich in den USA bei HP vorfrankierte Versandbeutel anfordern, fĂĽr Tonereinheiten von Laserdurckern muss man den Versand selbst bezahlen.

Auch HP Deutschland nimmt Altgeräte kostenpflichtig zurück, man bekommt aber keine Gutschrift. Tintendrucker-Patronen nimmt HP direkt nur in Sammelkartons an, Laser-Tonereinheiten auch einzeln.

Trotz kostenloser Recycling-Möglichkeiten landen immer noch viele ausgediente Komponenten im Hausmüll. So fanden sich nach einer Studie der Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien (GRS Batterien) im Jahre 2000 in Deutschland noch 70 Prozent aller an Privatkunden verkauften Akkumulatoren und Primärbatterien auf Mülldeponien wieder, obwohl mittlerweile in praktisch jedem Supermarkt Entsorgungsbehälter stehen. (ciw)