Nintendos Game Boy spielt Musik und bald Videos

Für 100 US-Dollar können GBA- und GBC-Besitzer ihren Handheld zu einem Musikabspielgerät umbauen.

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Von
  • David Adamczewski

Die von Nintendo zum Spielen konzipierte Handheld-Reihe Game Boy wurde um eine sinnvolle Funktion erweitert. Die vom US-Unternehmen SongPro entwickelte Technik verwandelt den Game Boy Color (GBC) und Game Boy Advance (GBA) in Musikabspielgeräte, die mit Songs sowohl im MP3- als auch im WMA-Format zurechtkommen. Entwickelt wurde die Technik übrigens mit dem Segen von Nintendo; die Japaner forderten lediglich eine Namensänderung des ursprünglich in SongBoy getauften Geräts in SongPro.

Dem für knapp 100 US-Dollar erhältlichen Paket liegen eine Spezial-Cartridge, 32 MB Flash Memory Card, Software und ein USB-Kabel bei. Denkbar einfach kann man die Musik via Kabel auf den Handheld transferieren. Eine eigens dafür entwickelte Technik scheint allerdings nur den Transfer von in dieser Rubrik auf der offiziellen Webseite gekauften Musik zu erlauben. Ob man auch selbst ausgelesene Musik auf Nintendo-Handhelds schieben und dort starten kann, geht aus den bislang etwas dürftigen Infos nicht hervor.

Wer die jeweils ein US-Dollar teuren Downloads nicht scheut, erhält nebst Musik auch den dazugehörigen Songtext, Infos zum Interpreten und das jeweilige CD-Cover. All diese Extras sollen sich während einer Track-Wiedergabe auf dem GBA- und GBC-Bildschirm anzeigen lassen.

Der bislang nur auf SongPro.com und bei Electronics Boutique angebotene Umbau ist mangels finanzkräftiger Investoren bisher noch nicht offiziell in Deutschland verfügbar. Die Suche nach weiteren Partnern dürfte allerdings nicht allzu lange dauern, zumal die Zukunftspläne des Entwicklers und seines Finanzpartners Mark A. Bush Nokias Kampfansage N-Gage ganz schön alt aussehen lassen. So will das SongPro-Team zumindest den GBC nicht nur in ein Musik- sondern auch Videoabspielgerät umfunktionieren. Eine weiteres Vorhaben: Die Daten landen dann ohne Kabelwirrwar auf den Handhelds. (daa)