US-Regierung entwickelt Richtlinien für Cyber-Krieg

Spezialisten der US-Regierung diskutieren, wie und in welchen Fällen die USA Computer und Netzwerke feindlicher Staaten oder Organisationen angreifen könnte.

vorlesen Druckansicht 614 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Wolfgang Stieler

Spezialisten der US-Regierung diskutieren, wie und in welchen Fällen die USA Computer und Netzwerke feindlicher Staaten oder Organisationen angreifen könnte. Eine entsprechende geheime Direktive hatte US-Präsident George W. Bush im vergangenen Juli unterzeichnet, berichtet die Zeitung Washington Post unter Berufung auf informierte Kreise. Demnach sollen die Experten eine Art Regelwerk für den Cyber-Krieg ausarbeiten -- analog zu den Regeln, die beispielsweise für den Einsatz von Atomwaffen gelten. Laut Washington Post hat sich die Arbeitsgruppe am 22. Januar unter Leitung des MIT-Politologen Harvey Sapolsky mit rund 50 Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft getroffen, um die bisher erarbeiteten Vorschläge zu diskutieren. Ein Teil der Experten habe sich jedoch generell gegen einen Cyber-Angriff gewandt, hieß es weiter. Sie befürchten, dass die USA, nach einem solchen Schlag Ziel von Gegenangriffen werden könnte.

Siehe dazu auch in Telepolis: (wst)