FBI wirbt chinesische Studenten als Gegenaufklärer an
Die US-amerikanische Bundesbehörde heuert seit Monaten chinesische Studenten an, die an US-Universitäten militärisch bedeutende Fächer studieren.
Die US-amerikanische Bundesbehörde FBI heuert seit einigen Monaten chinesische Studenten an, die an US-Universitäten studieren. Sie sollen als "Gegenaufklärer" ermitteln, weil die chinesische Regierung Studenten angeblich dazu benutze, um an wirtschaftlich und politisch bedeutende wissenschaftliche Erkenntnisse zu kommen, berichtet die New York Times. Die chinesische Regierung habe laut Expertenmeinung Interesse an Militär- und Telekommunikationstechnik. Deshalb tritt das FBI gezielt an Studenten heran, die sich mit Atomphysik, Aerodynamik, Raumfahrttechnik, Nanotechnologie, Verschlüsselung und Supercomputern beschäftigen.
Die Studenten bekämen für ihre Spitzeldienste Geld, heißt es weiter in dem Bericht. Das FBI suche auch Chinesen, die bereit sind, mit der Behörde nach der Rückkehr in ihr Heimatland weiter zu kooperieren, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen Beamten des FBI. Dabei sollen unter anderem die Beziehungen zwischen der chinesischen Regierung, dem Militär und der Wirtschaft beleuchtet werden. Auf Anfragen zu dem Thema habe die chinesische Regierung geantwortet, bei den Spionagevorwürfen handele es sich um reine Erfindungen, die keines Kommentars würdig seien. (anw)