Norwegen will zurĂĽckgegebene UMTS-Lizenzen versteigern

Erst gratis, jetzt meistbietend -- die norwegische Regierung will per Auktion zwei neue Lizenznehmer fĂĽr die UMTS-Mobilfunknetze im Land finden.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Die norwegische Regierung sucht per Auktion neue Lizenznehmer für die kommenden UMTS-Mobilfunknetze im Land. Nachdem die schwedische Tele2 ihre Lizenz zurückgab und der Anbieter Broadband Mobile seine durch eine Insolvenz verloren hatte, sollen die beiden freigewordenen Lizenzen jetzt meistbietend versteigert werden. Ob potenzielle Interessenten angesichts der neuen Vergabemodalitäten nun Schlange in Oslo stehen werden, ist allerdings fraglich, schließlich hatte die norwegische Regierung die Lizenzen in der ersten Runde gratis vergeben.

Den beiden bestehenden Lizenzinhabern Telenor und NetCom wurde unterdessen ein Aufschub von 15 Monaten für den Zeitpunkt der Inbetriebnahme und die Erfüllung anderer Bedingungen gewährt. Wie das Transport- und Kommunikationsministerium am Freitag weiter mitteilte, müssen die Betreiber nur noch einen Versorgungsgrad von 30 Prozent der Bevölkerung innerhalb von sechs Jahren erreichen. Bisher waren 40 Prozent in fünf Jahren vorgeschrieben.

In Deutschland müssen die Lizenznehmer bereits Ende dieses Jahres 25 Prozent der Bevölkerung erreichen. Die ursprünglich sechs Anbieter, von denen nur noch vier ihre Pläne umsetzen wollen, hatten jeweils rund acht Milliarden Euro für die Lizenzen bezahlt. (pmz)