Spekulationen um Ermittlungen gegen Ex-Telekom-Chef Sommer
Nach Informationen des Münchner Nachrichtenmagazins Focus sollen die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Bilanzfälschung und Kapitalanlagebetrug gegen Ex-Telekom-Chef Ron Sommer kurz vor der Einstellung stehen.
Nach Informationen des Münchner Nachrichtenmagazins Focus sollen die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Bilanzfälschung und Kapitalanlagebetrug gegen Ex-Telekom-Chef Ron Sommer kurz vor der Einstellung stehen. Die Untersuchung der Akten habe nichts ergeben berichtet das Blatt.
Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa erklärte der zuständige Oberstaatsanwalt Fred Apostel dagegen, von einem Abschluss der Ermittlungen könne derzeit nicht die Rede sein. Es stünden aber noch zahlreiche Vernehmungen an: "Das Ergebnis ist offen, da eine Entscheidung erst getroffen werden kann, wenn die Zeugenvernehmungen abgeschlossen sind." In den seit beinahe zwei Jahren laufenden Ermittlungen habe die Staatsanwaltschaft umfangreiche Recherchen betrieben. Es seien rund 3000 Ordner und Dateien durchgesehen worden.
Gegen Sommer und andere Top-Manager des Bonner Konzerns hatten Kleinaktionäre wegen möglicher Bilanzfälschung Anzeige erstattet. Sie wurden beschuldigt, Konzern-Immobilien zu weit überhöhten Werten in die Bilanz gestellt und so die Kapitalanleger getäuscht zu haben. Im Jahr 2001 hatte die Telekom ihr Vermögen in Höhe von rund 17 Milliarden Euro um rund zwei Milliarden Euro nach unten korrigiert. (wst)