Speedlink ISP wird am Mittwoch abgeschaltet
Die Loomes AG scheitert bei dem Versuch der Wiederbelebung des Berliner Webhosters.
Am Mittwoch, dem 12. Februar, wird um 17 Uhr der Webserver der insolventen Speedlink ISP GmbH endgültig abgeschaltet. Am Freitag, dem 14. Februar, folgen Mailserver und Telefon. Der FTP-Server schließlich wird noch bis Montag, dem 17. Februar, weiterbetrieben, vielleicht ein paar Tage länger -- aber spätestens am 24. Februar werden die dort gespeicherten Daten gelöscht, das teilte die Berliner Loomes AG den Speedlink-Kunden mit.
Speedlink hostete Websites wie akademie.de und galt als Dienstleister für Profis. Anscheinend hatte sich das Unternehmen aber wirtschaftlich übernommen. Bereits im Mai 2001 stellte der Insolvenzverwalter Masseunzulänglichkeit fest. Daraufhin übernahm die Loomes AG die Überreste und firmierte sie in Speedlink ISP GmbH um. Karl Michael Eickmeyer -- ehemaliger Vorstand bei der Computerhandelskette Escom -- versuchte in der Doppelfunktion als Geschäftsführer beider Gesellschaften Speedlink wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen -- ohne Erfolg.
Bereits im Dezember beantragte auch die Speedlink ISP Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Seither war unklar, was das für die Speedlink-Kunden bedeutet. Der Dienst wurde nach Angaben der Loomes AG bislang unentgeltlich von Loomes-Mitarbeitern -- darunter allerdings viele, die im vergangenen Jahr von Speedlink zu Loomes gewechselt sind -- aufrechterhalten. Gegenüber heise online hatten Speedlink-Kunden in den vergangenen Wochen immer wieder große Unzufriedenheit über die Informationspolitik von Loomes geäußert. (tol)