Unregelmäßigkeiten bei Pixelpark
Bei dem umstrittenen Kauf der ZLU-Gruppe durch den Internet-Dienstleister Pixelpark lief nach dem Ergebnis einer Sonderprüfung nicht alles sauber ab.
Bei dem umstrittenen Kauf der ZLU-Gruppe durch den Internet-Dienstleister Pixelpark, der dem Vernehmen nach zum Sturz dessen Gründers Paulus Neef beigetragen hatte, hat es nach dem Ergebnis einer Sonderprüfung erhebliche Unregelmäßigkeiten gegeben. Die vom Pixelpark-Aufsichtsrat beauftragte Rechtsanwaltskanzlei habe Schadenersatzansprüche von mindestens 23 Millionen Euro festgestellt, die die Unternehmensführung "weiter verfolgen" werde, teilte Pixelpark mit. Die Schadenersatzansprüche richten sich den Angaben zufolge gegen die Verkäufer, gegen die seinerzeitigen Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie gegen die mit der Nachgründungsprüfung beauftragten externen Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers.
Neef hatte im März 2000 knapp 37 Millionen Euro für das Zentrum für Logistik und Unternehmensplanung (ZLU) bezahlt. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung ging das Geld an den Vater von Neefs früherer Lebensgefährtin, weshalb der Aufsichtsrat die Prüfung in Auftrag gegeben habe. Neef hatte im Dezember seine Kündigung bei dem einstigen Börsenliebling und mittlerweile zum Sanierungsfall abgerutschten Internet-Dienstleister bekommen. Sein Nachfolger wurde der frühere Springer-Chef Jürgen Richter. Dieser war nur einen Monat zuvor im Streit mit Neef als Aufsichtsratschef von Pixelpark ausgeschieden. Dabei war es dem Vernehmen nach auch um den ZLU-Kauf gegangen. (dpa) / (jk)