Mobilfunk-Spezialist Qualcomm zahlt erstmals Dividende
Qualcomm, US-amerikanischer Chip-Hersteller, Spezialist für Mobilfunktechniken und auch für das Mailprogramm Eudora bekannt, verdient gut.
Qualcomm, US-amerikanischer Chip-Hersteller und Spezialist für Mobilfunktechniken, wird erstmals eine Dividende ausschütten. Die Anteilseigner würden vierteljährlich fünf Cent je Aktie erhalten, teilte das Unternehmen mit, das Endanwendern auch durch sein E-Mail-Programm Eudora bekannt ist. Für die Dividende muss die Firma rund 160 Millionen US-Dollar jährlich aufwenden. Außerdem will Qualcomm Aktien im Wert von einer Milliarde Dollar zurückkaufen.
Qualcomm verfügte zum Ende des Jahres 2002 über 3,7 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln. Die Schulden betragen lediglich 157 Millionen US-Dollar. Ähnlich wie beim Software-Konzern Microsoft, der auf einem noch weit höheren Berg an liquiden Mitteln sitzt, drängten Investoren darauf, endlich eine Dividende zu zahlen. Microsoft hatte bei der Vorstellung der Geschäftszahlen im Januar bereits die Einführung einer Dividende angekündigt. Auch Oracle und Yahoo beispielsweise sind als Hightech-Firmen, bei denen eine Dividendenausschüttung in der Regel bislang nicht üblich war, sind unter Druck geraten, eine Dividende zu zahlen. Dies zumal US-Präsident George W. Bush den Plan verfolgt, Dividenden von Bundessteuern freizustellen.
Vor allem mit Chips für den Mobilfunkstandard CDMA macht Qualcomm glänzende Geschäfte: Die Firma hatte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Nettogewinn von 241,3 Millionen Dollar ausgewiesen, ein Zuwachs von 73 Prozent gegenüber der gleichen Vorjahresperiode. Der Umsatz stieg um 57 Prozent auf 1,1 Milliarden US-Dollar. (jk)