Satelliten-TV-Cracker in den USA verhaftet
Die Beschuldigten sollen Software-Programme zur illegalen EntschlĂĽsselung von Satelliten-TV-Signalen vertrieben haben.
In den USA sind zahlreiche Personen wegen der Entwicklung, Verbreitung und Verwendung von Software-Programmen und technischen Hilfsmitteln angeklagt worden, die den illegalen Empfang von kostenpflichtigem Satelliten-TV ermöglichen. Von den landesweit 17 Beschuldigten wurden fünf in Untersuchungshaft genommen. Ihnen wird vorgeworfen, durch das Cracken verschlüsselter TV-Satellitensignale gegen den Digital Millennium Copyright Act (DMCA) verstoßen zu haben. Der geständige Hauptbeschuldigte allein soll dadurch einen finanziellen Schaden von rund 15 Millionen US-Dollar verursacht haben. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe von 500.000 US-Dollar.
Nach Angaben von US-Behörden sind die Anklagen das Ergebnis monatelanger verdeckter Ermittlungen (Code-Name: Operation Decrypt) in der Cracker-Szene. Dabei seien Web-Seiten überwacht und versteckte Chatrooms infiltriert worden, über die die Angeklagten sich ausgetauscht und Programme vertrieben hätten. Die Beschuldigten hätten dort unter anderem technische Hilfsmittel angeboten, mit denen sich SmartCards cracken lassen, die normalerweise nur von zahlenden Kunden des größten US-amerikanischen Satelliten-TV-Betreibers DirectTV genutzt werden können. (pmz)